linke-buecher.de: Die Zukunft der Antideutschen?


Ist nachfolgendes ein Fake möglicherweise von einer Gruppe wie JUNGE FREIHEIT (eine Zeitschrift der Rechten) oder Ernst?

Mittwoch, März 16, 2005
Einladung zu einem ersten Treffen der Freunde der offenen Gesellschaft

Freunde der offenen Gesellschaft (das sind Popper-ianer ;-))
Auszug aus: http://gesellschaftsfreunde.blogspot.com/2005/03/einladung-zu-einem-ersten-treffen-der.html

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Wir sind eine bisher kleine Gruppe Liberaler, die sich seit dem 11. September 2001 Schritt für Schritt von linken Gewißheiten verabschiedet haben ? und gemeinsam mit den sogenannten Antideutschen eine immer größer werdende (und schließlich unüberbrückbare) intellektuelle und emotionale Distanz zu all den vielen linken Strömungen aufgebaut haben, mit denen wir als Jugendliche sympathisiert hatten.
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Gottseidank kam es anders. In der Auseinandersetzung mit dem, ?was deutsch ist? (Joachim Bruhn), also den Umständen, die den Holocaust möglich gemacht haben, schärften wir die Waffen der Kritik ? und siehe da: niemand unter unseren alten Genossen durfte verschont werden. Die Linken gleich welcher Couleur hatten den Antisemitismus letztlich niemals verstehen können, weil dieser sich nicht gegen die Schwachen, sondern, wie jede linke Bewegung, mit Abscheu gegen die vermeintlich Starken, ?gegen die Herrschenden?, richtet. Der Jude des Antisemiten steht für die Zerstörung der Gemeinschaftsmoral alter Kulturen durch das Geld und die Macht, durch den Luxus und die Begierde. Der Antisemitismus richtet sich nicht wie der Rassismus gegen (vermeintlich) weniger entwickelte Kulturen, sondern gegen die hoch entwickelte, vermeintlich nach Weltherrschaft strebende ?jüdische? Kultur des imperialistischen Liberalismus.
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Nachdem wir die Linken also nicht mehr leiden mochten, hatten wir neuen Lesestoff: die Neocons und den Hannes Stein, Popper und Hayek, Jean Améry und Imré Kertesz, Friedman und Pinker, Smith und Mill, Bureaucrash und ?the objectivist school?. Wir glaubten, sie zu verschlingen, dabei verschlangen sie uns, und zwar mit Haut und Haaren. Die Argumente waren einfach und einleuchtend. Die Fakten sprachen eine allzu deutliche Sprache. K.O.-Sieg in der ersten Runde. Die rote Fahne verschwand in der Altkleidersammlung. All die langweiligen Dinge, die uns so seltsam an unseren Gemeinschaftskundeunterricht erinnerten (während dem wir unsere Tische mit Anarcho-As verschönert hatten), wir lernten sie zu schätzen: die Verfassung, die Gewaltenteilung, die freie Presse, die zivile Kontrolle der Gewaltorgane, die Angemessenheit der Strafe, die Unschuldsvermutung, der Säkularismus und natürlich die guten, alten Menschenrechte. Wir sahen ein, daß es für eine angemessene Theorie der Gesellschaft auf die Übereinstimmung der Aussagen mit den Tatsachen, auf Logik und nachvollziehbare Argumente, kurz: auf intellektuelle Redlichkeit und Verständlichkeit mehr ankommt als auf die größtmögliche Reizung des Nervensystems durch pathetische Bildersprache, raunende Bedeutungshuberei oder den Hipnessfaktor der jeweils neuesten Theoriemasche.
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